Die Linke unterstützt Forderungen der Streikenden im ÖPNV

Gudrun Lukin, Markus Gleichmann

Anlässlich des Streiks im öffentlichen Nahverkehr für bessere Arbeitsbedingungen und gute Löhne erklärt Dr. Gudrun Lukin, Sprecherin für Verkehrspolitik der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „Mit diesem Warnstreik reagieren die Beschäftigten auf die fehlende Bereitschaft der Arbeitgeber, das Einkommen der Beschäftigten, die Ausbildungsvergütung der Azubis zu erhöhen oder die Arbeitsentlastung anzugehen.“

Seit längerer Zeit müssen Nahverkehrsunternehmen unter anderem wegen des hohen Krankenstandes und fehlender Arbeitskräfte den Ferienfahrplan anwenden oder sogar Fahrten ausfallen lassen. „Obwohl Betriebe selbst Lehrlinge ausbilden und Umschulungen durchführen, wird es zunehmend schwieriger, Fachkräfte zu gewinnen. Dies ist vor allem auf die derzeitigen Einstiegsgehälter und Arbeitsbelastung in diesem Berufsbereich zurückzuführen“, konstatiert Dr. Lukin.

Markus Gleichmann, umweltpolitischer Sprecher, ergänzt: „Dabei ist ein funktionierender ÖPNV eine zwingende Voraussetzung für eine gelingende Verkehrswende, für mehr Klimaschutz und die Umsetzung der Klimaaktionspläne in den Kommunen. Deshalb ist es dringend notwendig, mehr Geld dafür zur Verfügung zu stellen, sowohl für moderne Busse und Bahnen, aber noch mehr für zukunftsfähige höhere Löhne, ebenso wie für die Weiterführung des 49 Euro-Tickets.“

Die Linksfraktion unterstützt deshalb die Forderungen nach Lohnsteigerungen und Erhöhung der Zuschläge für Schichtdienste, geteilte Dienste, Samstagsarbeit und Rufbereitschaft, verbunden mit einer notwendigen Entlastung der Belegschaft.